Online Marketing Trends 2015 – das erwartet uns

Wenn der Jahreswechsel ansteht ist auch im Bereich des Online-Marketing die Zeit der Rückblicke und des Resümierens angebrochen. Es wird Bilanz aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres gezogen und die Trends für das kommende Jahr werden von Experten eingeschätzt. In den Prognosen für das Marketing-Jahr 2015 setzen Experten unter anderem auf Datenanalyse, erwarten eine wahre Flut an minderwertigem Content und rechnen bezüglich des sich schon 2014 ankündigenden Trends des Videomarketings mit dessen wachsender Popularität.

Content bleibt auch 2015 King!

Eine der wichtigsten Marketingstrategien ist und bleibt das Contentmarketing. Inhalte, die Suchmaschinen anlocken und zugleich den Nutzer ansprechen, bleiben ein wichtiges Werbemittel.
Allerdings müssen Webseitenbetreiber dazu lernen, denn die Content-Marketing-Welle des Jahres 2014 zeigt bereits: Content ist nicht gleich Content! Minderwertige Inhalte, die zwar gezielt Suchmaschinen auf die Seite locken, dabei jedoch den Leser nicht ansprechen, bringen nur die Hälfte. Wer das Content-Marketing wirklich profitabel einsetzen will achtet auf Inhalte, die einen Mehrwert für den Leser bieten. Nur so funktioniert der Plan bis ins letzte Detail, die Webseite wird wieder besucht oder es folgt eine direkte Reaktion des Besuchers, wie etwa die Kontaktaufnahme zum Unternehmen.

Ein Trend nimmt Fahrt auf: Video-Marketing

Das interaktive Netz spricht den Nutzer an. Die Aufmerksamkeitsspanne des im Internet suchenden verkürzt sich dabei jedoch stetig. Zugleich wächst jedoch der Bedarf an qualitativem Content. Aus diesem Grund prognostizieren die Experten für 2015 einen deutlichen Anstieg des Video-Marketing. Das Anbieten multimedialer Inhalte wurde bereits 2014 immer beliebter. Schließlich wuchs die Zahl der Internetnutzer, die sich via Youtube Produktanleitungen ansahen, um daraufhin die Webseite des Unternehmens zu besuchen, deutlich an.

Ein Zauberwort für 2015: personalisiertes Marketing

Werden wir in Newslettern mit unserem Namen angesprochen, bauen wir eine direkte Verbindung zum Unternehmen auf – so die Einschätzung der Experten. Wird beim Besuch der Website automatisch die auf die jeweilige Region oder auch Sprache zugeschnittene Version angezeigt und scheint das Unternehmen immer genau „mich“ anzusprechen, wurde eine große Hürde überwunden: Das Unternehmen hat „meine“ Aufmerksamkeit erregt. Zielgruppen direkt und effektiv anzusprechen gehört eindeutig dazu, wenn modernes und zielgerichtetes Online-Marketing angewendet werden soll.

Weiter im Aufschwung: das Mobile-Marketing

Das mobile Internet befindet sich dank der wachsenden Akzeptanz von Smartphones und Tablets auf der Überholspur und sollte schon 2014 keinesfalls ignoriert worden sein. Im kommenden Jahr wird es noch an Wichtigkeit gewinnen, denn die Zahl der Internetnutzer, die sich unterwegs im Internet informieren oder sogar online shoppen, wächst ständig.

Online Marketing 2014 Rückblick

Zu den Trends im Online-Marketing des Jahres 2014 lassen sich im Rückblick – Stand: 21. Dezember 2014 – einige interessante Studien aufführen. Die wichtigsten Fakten zusammengefasst: Die Jugend geht ins Internet, vertraut ihm aber weniger als klassischen Medien. Mehr als die Hälfte aller Deutschen surft inzwischen mobil. Die Wirtschaft digitalisiert sich ungebremst weiter – das Online-Marketing bleibt einer der wichtigsten Wachstumsmärkte im frühen 21. Jahrhundert.

JIM-Studie 2014 über die Mediennutzung der Generation Y

Die diesjährige JIM-Studie (“Jugend-Information-Multimedia”) des medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest hat das digitale Verhalten der “Gen Y & Z” – das sind junge Erwachsene und Teenager der Jahrgänge 1990 und jünger – untersucht. Aufschlussreich ist die Änderung in diesem Verhalten nicht nur bezüglich des Fokus’ der Jugendlichen, sondern auch hinsichtlich der rasenden Geschwindigkeit, mit der sich diese Änderung vollzieht. Darauf muss das Online Marketing eingehen, was im Jahr 2014 nur teilweise gelang. Der Hintergrund: Media-Manager in den Konzernen, die selbst 25 bis 35 Jahre alt sind, kommen schon nicht mehr richtig mit dem Medienverhalten noch jüngerer (teilweise enorm wichtiger) Konsumenten mit. Die JIM-Studie lieferte zum Teil erstaunliche Ergebnisse hinsichtlich der Bewertung der Seriosität unterschiedlicher Medien und ihrer Nutzung, zwei Aspekte, die zum Teil konträr verlaufen:

• Hinsichtlich der gefühlten Seriosität liegen Printmedien mit 40 % vorn, gefolgt vom Fernsehen mit 26 %, dem Radio mit 17 % und dem Internet mit 14 %.
• Beim Nutzungsverhalten und den Abonnements zeigt sich das gegenteilige Bild: 81 % der Gen Y + Z sind täglich im Netz, 57 % schauen täglich fern, aber nur 47 % der Haushalte haben eine oder mehrere Tageszeitungen abonniert, in welche weniger als zehn Prozent der Teens und jungen Twens höchstens gelegentlich einen Blick werfen. Es waren nicht einmal genaue Zahlen zu ermitteln, die Befragten konnten sich nur schlecht an ihre letzte Zeitungsschau erinnern. Sie sind zu häufig online, übrigens auch bei der Kommunikation mit ihren Eltern und Großeltern, die immer mehr digitalisiert wird.

Als Konsequenz für das Online-Marketing ergibt sich aus diesen Zahlen für das Jahr 2014 hauptsächlich, dass es seriöser auftreten muss. Experten machen die vielen hektisch ins Netz geworfenen Halb- und Unwahrheiten verantwortlich für das geringe Vertrauen, das Online-Nachrichten und entsprechende Marketingbemühungen bei den jungen Usern genießen. Jedermann kann heute posten, was und wie er will – da erscheinen klassische Zeitungsredaktionen wie altehrwürdige Institutionen.

Digitale Wirtschaft und mobile Internetnutzung

BITKOM und das Kölner IW (deutsches Wirtschaftsinstitut) haben im Herbst 2014 ermittelt, dass 53 % aller deutschen Unternehmen inzwischen stark oder absolut vom Internet abhängig sind, 31 % nutzen es mäßig, noch 16 % arbeiten komplett offline. Befragt wurden 2.500 deutsche Unternehmen. Die Initiative D21 schuf zum wiederholten Mal gemeinsam mit dem chinesischen Technologieunternehmen Huawei eine solide Faktenbasis zur mobilen Internetnutzung. Diese setzt sich ungebrochen fort, 54 % der Deutschen surfen Ende 2014 mobil. Allerdings nutzen nur 23 % von ihnen LTE, das wegen der hohen Kosten bei zu geringer Netzabdeckung noch nicht so begehrt ist, wie es sich die Anbieter wünschen würden. Die Konsequenzen für das Online-Marketing lassen sich aus dem Fazit der Studie ablesen: Inhalte müssen auch bei schwachen Verbindungen via UMTS/HSPA erfasst werden können, wenn sie sich an mobile Nutzer richten.